Gastbesuch in Rumänien

Am 28. März 2014 war es endlich so weit. Nach längerer Terminsuche konnten wir unsere Reise nach Rumänien antreten.

 

Mit dieser Reise folgten wir einer Einladung unserer Freunde der Feuerwehr in Girisu de Cris mit ihrem Bürgermeister „Primar“ Paşca Ioan an der Spitze. Unser ausgemusterter
Mannschaftstransporter wurde im Vorjahr an diese Gemeinde gespendet. Am Freitag zu Mittag ging es los, quer durch ganz Ungarn führte unsere Fahrt bis zur rumänischen Grenze. Nach einer sehr langen Busfahrt wurden wir herzlich empfangen und bewirtet. Am Samstagmorgen ging es nach einem für uns ungewöhnlich deftigem Frühstück ab zur Feuerwehr nach Oradea, einer Stadt in der Größe von Graz unweit von Girisu de Cris. Nach einer Begrüßung und einer Erklärung des Feuerwehrwesens in Rumänien durch den Kommandanten der Dienststelle wurden wir durch die Räumlichkeiten geführt. Die Geräte wurden präsentiert, zu welchen auch die Ausstattung für Notarzteinsätze zählt. Hier wurde uns bereits bewusst, dass die Organisation, die Ausstattung und die Schlagkraft der Feuerwehren in Rumänien nicht mit der Situation bei uns in Österreich vergleichbar sind und nicht unseren Ansprüchen genügen. Nach einem Spaziergang, einer Pause in der Fußgängerzone von Oradea und einem perfekten Mittagessen an einem Teich außerhalb der Stadt ging es zurück nach Girisiu de Cris, wo uns die Gemeinde mit all ihren Institutionen gezeigt wurde. Auch die Straßen- und Kanalbau-Projekte, die in Rumänien noch nicht in allen Ortschaften üblich sind, wurden uns präsentiert. Viele Personen aus der Kommunal-, aber auch der Regional-Politik begrüßten uns sehr herzlich. Der Ort wirkte, als hätte er sich auf einen Staatsbesuch vorbereitet. Auch die Räumlichkeiten und die Gerätschaften der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr durften wir besichtigen. Dazu zählen grob zwei Garagen im Gemeindehaus, zwei ausgemusterte Tankwägen von der „Isle of Man“ und unser alter MTF. Auch wir hatten für die Kameraden bei uns nicht mehr zugelassene Atemschutzgeräte im Gepäck, die sicher Verwendung finden werden. Es bleibt weiters noch zu erwähnen, dass Bürgermeister Pasca Ioan ein Pionier beim Aufbau von örtlich ansässigen Feuerwehren ist. Der Höhepunkt unserer Reise war aber sicher lichder Samstagabend, andem ein Empfang für uns organisiert wurde. Alle Würdenträger der Gemeinde waren anwesend. Es gab Ansprachen, ein Folkloreprogramm durch die örtliche Volkstanzgruppe und für jeden von uns eine persönliche Dankesurkunde und eine Medaille. Das Ganze wurde mit einem mehrgängigen Menü und einem gemütlichen Beisammensein mit rumänischen, aber auch deutschen Liedern abgerundet. Am Sonntag Morgen ging es etwas erschöpft von der langen Nacht und den in Rumänien herrschenden Gewohnheiten, „Palinka“ zu trinken, ab nach Hause. Die Eindrücke von dieser Reise wurden auf der Heimfahrt noch ausführlich diskutiert. Sie werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Ein herzlicher Dank gilt unseren Freunden aus Girisu de Cris für die unvergleichliche Gastfreundschaft. Weiters bedanken wir uns bei unserem Kameraden Rudi Kirisits und seinem Freund Fritz für die Unterstützung bei der Planung der Reise und für das Dolmetschen.

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